RTHC-Achter erneut Deutscher Sprintmeister

RTHC >> Rudern  >> Aktuelles

13.10.2020

RTHC-Achter erneut Deutscher Sprintmeister


Bei den Deutschen Sprintmeisterschaften in Werder/Havel ruderten die Athleten von Trainer Ralf M├╝ller zu drei Goldmedaillen.

Wie es schon vor Wochenfrist bei den NRW-Meisterschaften zu beobachten war, konnten einige der langj├Ąhrigen RTHC-Sportler nicht teilnehmen. Dennoch konnten M├Ąnner-Doppelvierer, -Vierer mit Steuermann und -Achter besetzt werden.
Au├čerdem verst├Ąrkten die Para-Athleten Dominic Siemenroth und Marc Lembeck im Zweier ohne der Klasse PR3 und Katie Gibbone (USA) im Frauen-Einer das RTHC-Team.

Katie Gibbone konnte sich in dem f├╝r sie ungewohnten Sprintformat ├╝ber 450 m leider nicht durchsetzen und musste in Vor- und Hoffnungslauf die St├Ąrke der Gegnerinnen anerkennen.

Im Doppelvierer stellten sich Christopher Ahn, Michael Weppelmann, Takatomo Furumai und Nikita Mohr der Konkurrenz. Im Vorlauf landete das Quartett auf Position vier und musste damit in den Hoffnungslauf, um sich f├╝r das Halbfinale zu qualifizieren. Den Hoffnungslauf gewann die Crew sicher, schied aber im Halbfinale als Vierte mit 41/100 Sekunden R├╝ckstand auf den Qualifikationsplatz f├╝r das A-Finale aus. Im B-Finale schlie├člich fuhr das Boot auf Rang 2 und damit Gesamtrang 8.

Dominik Siemenroth und Marc Lembeck vertraten den RTHC im Rennen der Parasportler, die in verschiedene Boots- und Beeintr├Ąchtigungsklassen eingeordnet werden. Um diese und deren Einfluss auf die Bootsgeschwindigkeit auszugleichen, wurden die Boote mit Zeitabst├Ąnden gestartet (Handicaprennen). Die Klasse PR3, der Dominik und Marc angeh├Âren, erm├Âglicht eine vollst├Ąndige Ruderbewegung, so dass sie das Feld von hinten aufrollen mussten. Dies gelang ihnen souver├Ąn und rudertechnisch ansprechend, so dass sie sich mit dem Meistertitel belohnten.

Bild 1: Im Bild links Dominik Siemenroth, rechts Marc Lembeck.

Den Vierer mit Steuermann hatte Ralf M├╝ller gegen├╝ber den NRW-Meisterschaften auf zwei Positionen umbesetzt. Im Boot, gesteuert von Till Martini, sa├čen nun Felix Krane, Dominic Imort, Michel Palisaar und Julius Christ. Mit dem deutlich gewonnenen Vorlauf setzte der Vierer bereits ein klares Ausrufezeichen, dem die Crew ein ebenso starkes Finale folgen lie├č. Damit ging auch hier die Goldmedaille nach Leverkusen.

Bild 2: Die Crew des Vierers v.l.: Michel Palisaar, Julius Christ, Dominic Imort, Felix Krane. Oben Till Martini.

Im Achter musste sich die RTHC-Crew mit 10 Gegnern auseinandersetzen. Nikita Mohr, Christopher Ahn, Takatomo Furumai, Felix Krane, Dominic Imort, Michel Palisaar und Julius Christ sowie Anna Dames als Steuerfrau wurden diesmal verst├Ąrkt durch den Ex-Internationalen Bj├Ârn Birkner, der von seinem Verein die Startfreigabe f├╝r den RTHC erhielt.

Sprintrennen sehen besonders im Achter deutlich anders aus als auf 1000 oder 2000 m. Die Schlagfrequenz explodiert am Start geradezu und bleibt auf der gesamten Distanz auf einer H├Âhe, die dem Beobachter fast den Eindruck einer Zeitrafferaufnahme vermittelt. Das bedeutet, 50 Schl├Ąge/min sind das Minimum, verbunden mit maximalem Kraftaufwand. Wer das nicht schafft, hat keine Chance. Das hei├čt auch, dass der kleinste Fehler bei diesem Ritt auf der Rasierklinge mit Verletzungen oder gr├Â├čeren Bootssch├Ąden enden kann.
Im Vorlauf zeigte sich bereits die Leistungsdichte der Konkurrenz, denn 30/100 R├╝ckstand auf das Boot aus M├╝nster bedeuteten bereits Rang drei, da sich der Achter aus Hamburg noch dazwischen schob.
Noch knapper als im Vorrennen ging es im Hoffnungslauf zu. Der RTHC-Achter gewann diesen mit nur 8/100 Sekunden Vorsprung vor Osnabr├╝ck und qualifizierte sich damit f├╝r das Finale A.
F├╝r Trainer Ralf M├╝ller gab es vor dem Finale keinen klaren Favoriten, jedenfalls nicht den RTHC, da im zweiten Vorlauf drei Boote und im anderen Hoffnungslauf zwei Boote schneller waren.
Im A-Finale dann spielte Bj├Ârn Birkner, der mit Julius Christ den Platz getauscht hatte, auf der Schlagposition seine Erfahrung aus. Der RTHC-Achter sprang mit als schnellstes Boot aus dem Startblock, feuerte mit extrem hoher Frequenz, aber technisch sauber ├╝ber die Strecke und entschied das Rennen mit 1,16 Sekunden Vorsprung vor den Booten aus M├╝nchen und Hamburg f├╝r sich und holte den Titel nach 2019 erneut nach Leverkusen.

Bild 3: Gro├če Freude bei der Siegerehrung ÔÇô nur f├╝r das Jubelfoto wurde die Maskenpflicht aufgehoben: Oben Anna Dames, obere Reihe v.l. Michel Palisaar, Dominic Imort, Julius Christ, Bj├Ârn Birkner, untere Reihe v.l. Felix Krane, Nikita Mohr, Christopher Ahn, Takatomo Furumai (Foto: Ahn)

Bild 4: Die siegreiche Crew mit Trainer

Hier eine Luftaufnahme des Achter-Finales (das RTHC-Boot ist das zweite von oben): http://newsletter.rthc.de/wp-content/uploads/2020/10/WhatsApp-Video-2020-10-11-at-20.20.25.mp4

Daneben, dies soll auch erw├Ąhnt werden, siegte RTHC-Mitglied Robin Goeritz f├╝r seinen Heimatverein K├Âlner RV sowohl im M├Ąnner-Doppelvierer als auch im Mixed-Doppelvierer.

In der Siegstatistik der Meisterschaften teilte sich der RTHC mit drei Titeln den zweiten Platz mit Arkona Berlin, Berliner RC und Kettwiger RG. Nur der RC Potsdam stach mit sechs Titeln als dominierender Club heraus.